Mittwoch, 28. Februar 2007
Um 8.15 Uhr versammelten sich 14 Spieler der 1. Mannschaft auf dem
Sportplatz des FC Riederwald, um die Reise ins Trainingslager nach
Lloret de Mar anzutreten. Weil ein Spieler kurzfristig absagen musste
und ein anderer nichts mehr von sich hören liess, musste Trainer Tomy
Koller umdisponieren. Anstelle der beiden Abwesenden konnte er Ilona
Gygi und Jeannine Hueber begrüssen. Insgesamt starteten damit 20
Personen die Reise in den Süden, da auch Präsident Ruedi Steiner und
seine bessere Hälfte Anita Steiner sowie die Masseurinnen Tina Wohlwend
und Irène Bärtsch sich für eine Teilnahme entschieden hatten. Die Reise
verlief problemlos und pünktlich landete die Laufentaler
Reisegemeinschaft in Barcelona. Nach einer kurzen Stärkung am
katalanischen Flughafen – manche ernährten sich schon jetzt aus
hopfenreicher Flüssignahrung – ging’s mit dem Car weiter in den
Touristenort Lloret de Mar, der im Sommer vorab bei den Jugendlichen
hoch im Kurs steht. Dass die 1. Mannschaft aber kein Ferienlager
erwarten sollte, zeigte sich schon bald. Schon um 16.00 Uhr stand ein
erstes Training auf dem Programm. Dabei konnten die Spieler erstmals in
diesem Jahr mal wieder auf einem anständigen (leicht holprigen)
Rasenplatz trainieren. Neben ein paar technischen Übungen stand auch
ein internes Trainingsspiel auf dem Programm, das 1:1 endete. Tomy
Koller und Ronny Bieli konnten sich dabei als Torschützen feiern
lassen... Nach einem reichhaltigen Abendessen, das die Reisegemeischaft
in einem einheitlichen Tenue begehen konnte (danke Ruedi und Anita),
offerierte Jeannine Hueber allen einen Drink, da sie an diesem
Geburtstag feierte. Danach stand eine erste Erkundung von Lloret de Mar
auf dem Programm. Einige kehrten dabei erst gegen Morgen (unter anderem
nach einem Abstecher ins Meer) zurück und sorgten dafür, dass alle auf
diesem Flur wohnenden Zimmerbewohner wach wurden, da sie sich ziemlich
lautstark zu erkennen gaben...
Donnerstag, 1. März 2007
Teilweise ziemlich übernächtigt, manche ohne ein Morgenessen im Magen,
so stand das Fanionteam pünktlich um zehn Uhr auf dem Fussballplatz des
Olympiastadions von Lloret de Mar. Wer die nächtlichen Eskapaden
einzelner Spieler miterlebt hat, weiss, dass die Tatsache, dass alle
pünktlich am vereinbarten Treffpunkt erschienen, einer Parforceleistung
gleichkommt. Angestachelt durch diverse «Mensch-Du-Rufe» überstand man
das Training aber problemlos. Nachdem Trainer Koller die Spielregeln
für das Mittagsessen bekanntgab (bitte keine Pommes konsumieren),
kehrten die Spieler ins Hotel zurück. Natürlich nahmen sich alle
Spieler die Worte des Chefs zu Herzen und verpflegten sich gesund und
kohlenhydrathaltig mit Schweinefleisch und Pommes... Am Nachmittag
stand dann das mit Spannung erwartete Prestige-Duell zwischen dem FC
Männedorf (3. Liga) und dem Fanionteam auf dem Programm. Dem Duell kam
grosse Bedeutung zu, da es dabei zum Aufeinandertreffen zwischen
Zürchern und Baselbietern kam und die Duelle stets viel Brisanz
beinhalten. Das hartumkämpfte Duell endete nach zu langen 90 Minuten
0:0. Der FC Riederwald spielte dabei mit folgender Aufstellung: Schlapp
(46. Tschannen); Durrer (46. Gygi), Koller, Holzherr, Häner; Gerber,
Kressig, Wyss (46. Schlapp); Bieli; Ischer (64. Durrer). Erwähnenswert
ist, dass die Gangart des Spiels sehr ruppig war, Schiedsrichter Ruedi
Steiner die erste Halbzeit souverän leitete und bei dem Fanionteam
Ilona Gygi zu ihrem Comeback nicht nur im Dress des FC Riederwald,
sondern auch im Männerfussball (ausgerechnet gegen Männedorf) kam. Beim
Gast stand derweil während den ganzen 90 Minuten eine Frau zwischen den
Pfosten. Trotzdem oder gerade deshalb gelang den in der Regel meistens
effektiven Offensivkräften des FC Riederwald kein Treffer. Sowohl
Patrik Augello als auch der zum Stürmer umfunktionierte Roman Schlapp
vergaben alleine vor Gäste-Keeperin Yvi-Kiwi (diese hatte ihren eigenen
Fanclub mitgebracht) und waren sich des Spotts sicher. Abends stand
dann wieder grosser Ausgang auf dem Programm. Eskortiert vom
Nachtwächter wurden früh morgens die letzten Überlebenden ins Zimmer
eskortiert. Dabei trat P. A. (21)* dermassen negativ in Erscheinung,
dass er vom Nachtwächter an die Reception mitgenommen wurde. Dort wurde
dem leicht angetrunkenen P. A. die Identitätskarte entnommen, so dass
sich dieser ohne diese schlafen legen musste.
Freitag, 2. März 2007
Morgens stand die vierte von sechs Trainingseinheiten auf dem Programm.
Dieser wohnten zumindest drei der vier beim Morgenessen fehlenden
Spieler bei (diese wurde für ihr fehlbares Verhalten mit einer Busse
von 1000 Euro und einer internen Sperre von anderthalb
Trainingseinheiten gebüsst...). Oli Gerber musste sich derweil für den
Rest des Trainingslagers unter anderem verletzt abmelden. Patrik
Augello, Daniel Durrer und Marc Spies standen dagegen pünktlich auf dem
Rasen. Entsprechend dem körperlichen Zustand (Müdigkeit wegen der
Trainings und des Ausgangs) fand die morgendliche Trainingseinheit auf
einem sehr bescheidenen Niveau statt. Nach einer deftigen Ansprache des
Chefs («Ausgang ist das eine, das Training das andere») schworen sich
die noch übrig gebliebenen Kickerinnen und Kicker, im
Nachmittagstraining noch einmal Vollgas zu geben. Dies funktionierte
dann auch wesentlich besser, so dass Trainer Koller die Mannschaft nach
dem zweitletzten Training auch loben konnte. Für diese war dieses Lob
wichtig, konnte man doch so ohne schlechtes Gewissen in den Ausgang.
Dieser bestand aus einem Besuch im Kasino. Von den 20 am Trainingslager
teilnehmenden Personen fanden doch 15 den Weg in die Glücksspielhöhle,
um dort den grossen Gewinn zu erwirtschaften. Wie immer waren die
Vorsätze das eine Paar Schuh, die Realität das andere Paar. Von den 15
Personen erzielte gerade mal Irène Bärtsch einen kleinen Gewinn,
während der grosse Rest mit Verlusten das Kasino verliess. Einige
verloren etwas die Realität unter den Füssen und setzten beim Black
Jack mehrmals gleich 100 Euro ein! «All in» wurde zum Vorsatz, den man
sich zu Herzen nahm... Die Groupiers, liebevoll Paviane genannt,
mussten sich einiges an Beleidigungen anhören (Der Schreiber dieses
Berichts kann das nachvollziehen). Natürlich ging die schweizerische
Risikobereitschaft gründlich in die Hose, so dass man nach einem
erfolglosen Abstecher in die Zockerwelt sich wieder dem abendlichen
Kerngeschäft widmete, dem Bestaunen der vielfältigen architektonischen
und kulturhistorischen Einrichtungen im Zentrum von Lloret de Mar.
Natürlich gönnte man sich auch wieder das eine oder andere Bier. Und
auch diesem Abend war es wieder so, dass sich viele bis in die
Morgenstunden in den Diskotheken von Lloret tummelten und den
zweitletzten Abend im spanischen Partyort ausklingen liessen.
Samstag, 3. März 2007
Nach einem letzten Training am Morgen mussten sich die Spieler vom
Rasen des Olympiastadions von Lloret de Mar verabschieden. Als
Abschluss des Trainingslagers fand am Nachmittag ein Besuch der Stadt
Barcelona statt. Reiseleiterin Gaby, eine spanische Deutsche, wusste
dabei viel Wissenswertes über die katalanische Hauptstadt zu erzählen.
Ihre Ausführungen waren so spannend, dass über die Hälfte des
Reisetrosses auf der Hinfahrt ein Nickerchen machte. Nach einem Besuch
der Familienkirche, dem Eiffelturm Barcelonas (zumindest was die
Bedeutung betrifft), ging’s weiter ins Nou Camp. Dort war man sich
einig, dass das Trainingsspiel im kommenden Trainingslager dort
stattfinden sollte. Als absolutes Highlight wollte Gaby den Besuch der
Fontänen verkaufen. Bei den Reisenden fand ihr Anliegen wenig Gehör
(Zitat des ausrastenden D. D. (29)*: «Städtetouren macht man nur mit
der Freundin. Diese scheiss Fontänen interessieren mich nicht!»).
Patrik Augello freute sich im Nachhinein, dass er doch noch etwas
Kultur zu sehen bekam (Pubs in Barcelona). Auf jeden Fall war der
Besuch der umstrittenen Brunnen am Ende freiwillig, so dass alle eine
zufriedenen Eindruck hinterliessen. Gegen 20.30 Uhr ging's wieder nach
Lloret zurück, nachdem man noch in den Genuss kam, einen Flitzer bei
seiner Arbeit, dem Begehen der Innenstadt, zu beobachten. Was sich im
Ausgang abspielte, braucht hier nicht mehr erwähnt zu werden
(vergleiche die anderen Abende). Marc Spies wollte, dass sich die
anderen Spieler keine Sorgen um ihn machen und rief um 4.00 Uhr
morgens, nach der Rückkehr aus der Discothek, einen Grossteil seiner
Teamkameraden an, um ihnen mitzuteilen, dass er gut im Hotelzimmer
angekommen sei.
Sonntag, 4. März 2007
Mit einem sehr umfangreichen Lunchpaket, das in einer gut duftenden
Papiertüte verpackt war, starteten 19 Spieler die Rückreise. Nein, es
musste nicht einer zurückgelassen werden und es wurde auch keiner
vergessen. Tina Wohlwend reiste bereits am Vortag nach Mallorca weiter
(Wäre doch auch mal ein Ort für ein Trainingslager. Anmerkung eines
Spielers), um dort die 1. Mannschaft des SC Binningen eine Woche lang
zu betreuen. Auch die Rückkehr verlief problemlos. Pünktlich landete
man in Basel. Noch eine letzte Fahrt und dann hiess es: Riederwau, we
are back! Das Land hat uns wieder, scheisse du!
Die 1. Mannschaft bedankt sich bei Trainer Tomy Koller und
Co-Trainer/Biene-Maya-Fan Päte Halbeisen für die Organisation, bei den
Masseurinnen Tina Wohlwend und Irène Bärtsch für die medizinische
Betreuung und bei Ruedi Steiner und Anita Steiner für die T-Shirts.
* Namen der Redaktion bekannt











