kre. Und wieder endet eine Saison des Fanionteams enttäuschend. Rang 5 in der Meisterschaft und zudem das unglückliche Basler-Cup-Aus im Achtelfinal gegen den Viertligisten BCO Alemannia Basel. Für Trainer Beschy Wyss war dies die letzte Saison beim FC Riederwald. Nach fünfjähriger Tätigkeit tritt der Laufner zurück. Im folgenden Interview spricht er über die vergangenen Jahre, die Gründe für das schlechte Abschneiden in der abgelaufenen Meisterschaft und seine Zukunft.
Das Fanionteam beendet die Saison auf dem fünften Platz. Eine weitere Enttäuschung also...
Ja, das ist tatsächlich eine Enttäuschung. Vor allem nach der guten Vorrunde, in der wir viele Punkte geholt und viele Tore geschossen haben, hätte mehr rausschauen müssen.
Aus 18 Spielen resultierten neun Siege, allerdings auch acht Niederlagen. Warum wurden so viele Spiele verloren?
Wir haben viele Spiele verloren, weil wir zu viele Tore kassiert haben. Zudem wussten wir bald schon, dass wir nicht mehr Erster werden konnten. Die Einstellung hat nicht mehr bei allen gestimmt.
Nach der Vorrunde lag das Team noch zwei Punkte hinter Leader Kleinlützel. Am Ende sind es deren 13 Punkte Rückstand? Wie erklärst du dir diesen Einbruch in der zweiten Saisonhälfte?
Es hatte wie gesagt einerseits damit zu tun, dass die Aufstiegsambitionen scheinbar früh begraben werden mussten. Andererseits war auch die Vorbereitung nicht optimal. Und damit meine ich das Wetter und die personelle Situation in den Trainings.
Katastrophal war auch die Punkteausbeute in den Derbys der Rückrunde. 2:4 gegen Kleinlützel, 0:3 gegen Zwingen und Breitenbach, gar ein 1:7 gegen Laufen. Warum musste man sich so oft in den Rivalenduellen geschlagen geben?
Gegen Laufen hatten wir ein Stück weit Pech. Wir haben am Anfang unsere Chancen einfach nicht ausgenutzt. Wir hatten vier Grosschancen, bevor der Gegner das erste Mal vor das Tor kam. Wenn aus diesen Chancen nur ein Tor resultiert wäre, hätte das Spiel einen anderen Verlauf genommen. Kleinlützel ist inzwischen zu einem Angstgegner geworden. Wir haben in diesen Duellen ein Art von Komplex. Das Spiel gegen Breitenbach war schliesslich eine Sache der Einstellung. Gegen einen damaligen Abstiegskandidaten kann man nicht 90 Minuten lang keine Chance herausspielen.
Fünf Jahre versucht der FC Riederwald nun schon, den Wiederaufstieg zu realisieren. Wurden die Ziele zu hoch gesteckt?
In der abgelaufenen Saison war ein Aufstieg vom spielerischen Potential her realistisch. Wir haben uns vor der Saison dort verstärken können, wo es nötig war. Ein Aufstieg nach dem Abstieg in die vierte Liga war hingegen unrealistisch. Die erste Saison in der vierten Liga war deshalb eine Aufbausaison. Wir haben die Mannschaft seither kontinuierlich mit neuen und guten Spielern aufstocken können.
Wie sieht deine persönliche Bilanz über die fünf Jahre hinweg aus?
Obwohl kein Aufstieg resultierte, bleiben mir die Jahre beim FC Riederwald in positiver Erinnerung. Wir haben einen guten Unterboden schaffen können.
Was bleibt dir zurückblickend besonders positiv in Erinnerung?
Besonders positiv war, dass wir uns immer in die Augen schauen konnten. Es gab keine Intrigen, auch dann nicht, als es nicht so gut lief.
Und auch die Basler-Cup-Spiele...
Das Achtelfinalspiel in Riehen war super. Mit ein bisschen mehr Selbstvertrauen hätten wir im Viertelfinale auch den Zweitligisten Binningen schlagen können.
Wie sieht deine persönliche Zukunft aus?
Ich werde weiterhin aktiv bei den Senioren des FC Laufen mitwirken. Zudem werde ich die Junioren des FC Laufen betreuen. Dies soll möglichst ohne Aufwand geschehen und nur dann, wenn ich Zeit habe. Dass ich später wieder einmal eine Aktivmannschaft coache, möchte ich nicht ausschliessen.
Wird man dich trotzdem ab und zu auf dem Fussballplatz des FC Riederwald antreffen?
Ich werde im FC Riederwald vom Aktiv- zum Passivmitglied. Zudem werde ich sicherlich hin und wieder auf dem Fussballplatz vorbeischauen. Die Zeit hier hat mir gefallen. Ich verlassen den Verein aus jobbedingten Gründen.

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